DER VORDENKER: Zurück in die Zukunft

Es ist mir doch tatsächlich gelungen, meinen Lionsclub aus der Schockstarre zu wecken, in dem ich mal die These aufgestellt habe, dass in heutigen Zeiten nicht nur das Geld ein Ausdruck von Charity ist, sondern, dass man vor allem Zeit investiert, etwas Sinnstiftendes für andere zu tun. Und plötzlich ist der halbe Club wieder aktiv. Selbst unser Präsident in der nächsten Saison hat vom Krankenbett aus, an der er wegen dieser aktuellen Volksseuche gefesselt war, an der Telefonkonferenz teilgenommen. Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wie selbst kranke Menschen motiviert und schneller gesund werden, wenn sie fühlen und merken, dass sie dringend gebraucht werden. 

Mir ist es doch tatsächlich gelungen, unseren traditionellen Flohmarkt, der jetzt im Mai nicht stattfinden kann, ins Internet zu verlegen. Es gibt da so ein Portal namens www.momox.de, bei dem gebrauchte Bücher, CD´s, DVD´s und Daddelspiele, aber auch gebrauchte Markenkleidung verkaufen kann. Ich mache das immer mal von Zeit zu Zeit. Diesmal wird das Geld unserem Lions-Förderverein zugute kommen und tatsächlich, innerhalb einer Stunde hatte ich für knapp 40 Euro Bücher zusammen, die ich über dieses Portal verkaufen kann und dass einem guten Zweck zugute kommt. Wenn da die Clubmitglieder alle mitmachen, dann haben wir die Einnahmeverluste aus unseren Flohmarkt mehr als kompensiert. Eine gute Gelegenheit, die Ostertage zu nutzen.

Womit ich schon beim Thema wäre. Solvig, die Gründerin von In-Culture, hat mich gebeten, etwas Schönes in diesem Blog zu Ostern zu schreiben. Nun ist es so, ich liebe Bücher, und deswegen wird es in meiner Bibliothek immer Werke geben, die ich niemals zu Lebzeiten verkaufen werde. Eines davon ist von Alexander Wolkow und heißt „Die sieben unterirdischen Könige“. Das ist ein Märchenbuch, der Teil einer Märchenbuchreihe über die Smaragdenstadt. Es handelt davon, dass ein kleines Mädchen namens Elli bei einem Wirbelsturm in Kansas in ein fernes Wunderland getragen wird. Ich war sieben oder acht Jahre, hatte gerade lesen gelernt, als ich Elli, Hündchen Totoschka, den Scheuch, den Eisernen Holzfäller und den tapferen Löwen kennenlernte und mich mit ihnen aufmachte, ihre Abenteuer zu bestehen und unter anderem die böse, steuereintreibende Hexe namens Gingema zu besiegen. Und ja, ich war das erste Mal in diesem Alter unsterblich in die schöne Fee Stella verliebt, die das Geheimnis der ewigen Jugend kannte. 

Ich glaube, an einem der Ostertage werde ich dieses Buch noch einmal lesen. Denn nichts ist schöner, als an vergangene Tage zu denken und darüber zu sinnieren, wie einfach es doch ist, die Welt nach einen Wirbelsturm wieder aufzubauen und noch schöner zu gestalten. 

Alexander Wolkow hat um 1930 die englische Sprache erlernt, und hat als erstes Buch „Der Zauberer von Oz“ übersetzt und sich davon inspirieren lassen. Dann aber hat er die Geschichte aus sich heraus weitererzählt. 

Nutzen wir also Ostern, uns inspirieren zu lassen und die Geschichte dieser Welt weiterzuerzählen. 

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